Spreche mit ...

Nexpage wird wegen “Inserateklau” angeklagt

Betreiber von Immobilien-Pprozesslattformen beschreiten gemeinsam den Rechtsweg

Gemäss einer Medienmitteilung von fünf Schweizer Immobilien-Plattformen übernimmt die Luzerner Nexpage AG http://www.nexpage.ch seit längerer Zeit systematisch und im grossen Umfang Immobilien-Inserate anderer Anbieter und veröffentlicht sie im Internet unter http://www.anzeiger.ch . Die fünf betroffenen Unternehmen gehen nun gerichtlich gegen Nexpage vor.

Die Übernahme der Inserate erfolgt mittels einer Suchmaschine und damit ohne Wissen und ohne Zustimmung der Inserenten. Nexpage veröffentlicht das ganze Inserat mit Ausnahme der Telefonnummer des Inserenten, welche der Interessent über eine Mehrwertnummer (CHF 2.90/Minute) abfragen kann.

ImmoWinner http://www.immowinner.ch, Swissclick http://www.immoclick.ch , Anzeiger Luzern http://www.anzeiger-luzern.ch , ImmoScount24 http://www.immoscout24.ch und Immopool http://www.immopool.ch werden nun gemeinsam Klage einreichen. Marius Hagger, COO Winner Market AG, gegenüber pressetext.schweiz: “Nexpage wollte nicht auf den Vorwurf eingehen. Somit werden wir nun definitv den Rechtsweg beschreiten.”

Der von Nexpage kommerziell betriebene “Inserateklau” verstösst nach Ansicht der betroffenen Plattform-Betreiber gegen das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) und gegen das Datenschutzgesetz (DSG). Nexpage übernimmt und verwertet eine fremde, sehr kostenintensive Leistung ohne angemessenen eigenen Aufwand. Sie bearbeitet zudem die Inserate ohne Wissen und Zustimmung des Inserenten. Der Inserent will wissen und bestimmen können, auf welcher Plattform, wie lange und in welcher Form sein Inserat erscheint. Verschiedene Reklamationen betroffenen Inserenten bei den Klägern sollen dies bestätigen.

Bereits im Juli 2000 hat Winner Market beim Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten gemeldet, dass Nexpage Methoden zur Bearbeitung von Personendaten verwendet, die geeignet sind, die Persönlichkeit einer grösseren Anzahl Personen zu verletzt. Der Datenschutzbeauftragte hat eine Antwort bis Ende Jahr in Aussicht gestellt.